Förderung der Artenvielfalt – Frühjahr nutzen!

Mit dem Beginn der Frühlingszeit erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Gerade in dieser Zeit ist es besonders notwendig, sorgsam auf Pflanzen und Tiere zu achten. Gerade jetzt besteht die Möglichkeit durch geeignete Lebensräume den Insekten und Vögeln Grundlagen zu schaffen, um sich entwickeln zu können. Und die Vielfalt der Tiere trägt durch Bestäubung und Weiterverbreitung zum Erhalt und zur Vermehrung selten gewordener Pflanzen bei. Wir bitten Sie beim Rückschnitt Ihrer Gärten die Schutzzeiten der brütenden Tiere ab März zu beachten. Dem zunehmende Aussterben vieler Arten unserer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt entgegenzutreten und deren Lebensraum zu erhalten ist eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dem sich jeder einzelne, aber insbesondere die öffentlichen Hand in ihrer Vorbildfunktion stellen müssen. CDU und Grünen haben im November einen Antrag eingereicht, indem sie verschiedene Schritte vorschlagen. Wichtig ist uns möglichst viele Beteiligte wie Landwirte, örtliche Vereine wie Gartenbauverein, Vogelschutzverein oder Angelsportverein, Naturschutzwartin,…alle, die auch bisher schon im Naturschutz aktiv sind, bei entstehenden Konzepten und Maßnahmen zu beteiligen. Nur so werden tragfähige Lösungen auf einer breiten Basis und mit großem Sachverstand gefunden werden können.
Der Gemeinderat möge beschließen:
1. Auf von der Gemeinde bewirtschafteten und gepflegten Flächen werden keine chemisch-synthetischen Pestizide (Pflanzenschutzmittel) mehr eingesetzt.
2. Private Dienstleistungsunternehmen, die den Auftrag zur Pflege öffentlicher Flächen erhalten, werden ebenfalls zu einem Pestizidverzicht verpflichtet.
3. Die Gemeinde möge das Gespräch und die Kooperation mit den Landwirten suchen, die Äcker auf der Gemarkung Ilvesheim bewirtschaften, im Hinblick auf Themen wie Biotopvernetzung, Strauchstreifen, Wegrandbegrünung, Streuobstwiesen und Brachflächen. Die Möglichkeiten an Förderprogrammen von EU, Bund und Land teilzunehmen, sollten dabei geprüft werden. Ziel ist in Zusammenarbeit mit Landwirtschaft und Umweltschutz eine sinnvolle Einteilung der Nutzflächen in intensiv bewirtschaftete Ackerfläche und Grünland vorzunehmen.
4. Die Renaturierung von Rasenflächen, Schotter- und Splitanlagen auf gemeindeeigenen Flächen (Friedhof, Wegränder, Verkehrsinseln, Begleitgrün) wird weiter vorangetrieben.
5. In Zusammenarbeit mit Vereinen, Initiativen, überregionalen Aktionen (z.B. Lebendiger Neckar) sowie der Naturschutzwartin und über Veröffentlichungen (z.B. auf der Webseite der Gemeinde) sollen Bürger über die Bedeutung von Biodiversität und Projekte in der Gemeinde informiert werden und Möglichkeiten zum Schutz der Artenvielfalt sowie giftfreie Maßnahmen beim Gärtnern aufgezeigt werden.
Hier in Ilvesheim wurden bereits einige Schritte umgesetzt:
• Blühwiesen
• Unkrautentfernungsgerät auf Heißwasserbasis
• Reduzierter Einsatz von Pestiziden
Dieser eingeschlagene Weg muss durch weitere Maßnahmen ergänzt und konsequent weiterverfolgt werden.
Besonders wichtig ist dabei immer die Kommunikation mit den Bürger*innen, um die notwendige Akzeptanz zu schaffen. Bürger*innen müssen über Maßnahmen und Hintergründe informiert werden, damit sie die öffentlichen Grünflächen „mit anderen Augen sehen“ und den Gewinn für mehr biologische Vielfalt in ihrer Gemeinde erkennen können.
Unser Antrag konnte aufgrund der außergewöhnlichen Sitzungen bisher nicht behandelt werden. Er wird jedoch hoffentlich in der nächsten Sitzungen auf der Tagesordnung stehen, so dass mit Beginn des Frühjahrs vielleicht schon über erste Schritte nachgedacht werden kann.

Autor:

CDU-Fraktion Ilvesheim aus Ilvesheim

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