Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Radschnellweg bei möglichst großem Naturerhalt

Foto: Baum auf der RSW-Strecke, Sabine Hoberg

Am 21. Januar gab es eine Informationsveranstaltung von Land und Gemeinde. Die erste Planung wurde vorgestellt, noch nicht ganz spruchreif, daher noch nicht öffentlich zum Download, aber sicher in wesentlichen Punkten belastbar.



Die meisten Punkte unserer „Beobachtungsliste“, die wir im Anschluss der Präsentation angefragt haben, sind bereits in diesem Stadium gut abgearbeitet worden. Im Vorfeld wurde gezählt und gesichtet: Radfahrer, Fußgänger, Bäume und Hecken, an der Strecke wohnhafte Tierbestände. Z.B. für Eidechsen bieten die angedachten Gabionen gute Ausweichmöglichkeiten. Durch die Wohnbebauung gibt es viele freilaufende Katzen und Hunde, so ist hinsichtlich brütender Vögel kaum Gefahr im Verzug. (Auch) für die Fledermäuse wird die Beleuchtung bedarfsorientiert sein und stark auf die Wege, nicht auf die Umgebung ausgerichtet sein. Das dürfte auch den Anwohnern sehr zugute kommen.



Einige Strecken werden – wie bereits bei der Begehung vermutet – als Fahrradstraßen gelöst, was bei dem geringen Verkehrsaufkommen unproblematisch sein dürfte und neue Versiegelung verhindert.
Alte Bäume bleiben erhalten, besonders der große am Bus-Bauer. Einige werden der Umgestaltung weichen müssen, allerdings wird neu gepflanzt. Im gestalterisch anspruchsvollen Abschnitt „Promenade“ (zwischen Brücke Feudenheimer/Stettiner) sogar erheblich mehr als weichen muss.



Überwiegend sind Fuß- und Radweg sauber getrennt, sodass beide Nutzerkreise sich nicht in die Quere kommen müssen. Einige Engstellen gibt es, wo leider nichts zu machen ist (Brücken). Nachgefragt hatten wir unter anderem die Idee eines Stegs für die Fußgänger über dem Neckar. War von den Planern angedacht worden, allerdings geht das vom Wasser und Schifffahrtsamt nicht.



Unsere Sorge ums Blindenbad wurden weitgehend ausgeräumt: Dies wird eine der Gemischtnutzungsstrecken, findet ihre nötige Breite aber nicht durch Abholzung des bebrüteten spundfreien Bereichs, sondern zur Bebauung hin. Nur ein Baum ist wohl wirklich im Weg, was aber für dieses Wegstück erstaunlich wenig Verlust ist. Die Bootsrampe wird mit der Feuerwehr ausgestaltet, um allen Anforderungen gerecht zu werden.



Ich bleibe bei meiner Einschätzung vom August-Artikel, in dem ich die Führung Feudenheimer/Goethestraße für richtungsweisender im Verhältnis Auto/Fahrrad gehalten habe. Aber entgegen der anfänglichen Bedenken freuen wir uns jetzt wirklich auf diese Trasse. Das wird für Fußgänger eine Aufwertung mit Ruhezonen, für Fahrradfahrer ein echter Fortschritt und für Flora und Fauna zumindest keine Verschlechterung.



Versiegelung und Baum-Erhalt bzw. Neupflanzung werden wir weiter im Blick haben. Und in unserem Rahmen, nämlich den Gemeindestraßen, werden wir uns für gute Zubringer stark machen, damit es auch für Mahrgrund-Kinder gut zur Schule geht. Wer Tipps für uns hat, wohin wir unser Augenmerk richten sollen, bitte eine Mail an uns schicken.



Ihre und eure Sarah Nick-Toma

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