Das größte Fest der Ladenburger steht auf der Kippe / Über die Kerwe-Durchführung am 2. August-Wochenende wird Ende Juni entschieden
Das Altstadtfest 2020 zu feiern ist für Bürgermeister Schmutz „eher unwahrscheinlich“

Beim Altstadtfest 2020 anzustoßen ist für Bürgermeister Stefan Schmutz (Mitte) eher unwahrscheinlich.
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Für die meisten Ladenburger Vereine sind die Einnahmen aus den Festaktivitäten wie die beim Altstadtfest oder bei der Kerwe von großer Bedeutung. Übungsleiter, Sportler oder Dirigenten und auch die laufenden Kosten wie Strom, Wasser, Miete müssen bezahlt werden – auch wenn die meisten Betroffenen in der Coronakrise bereit sind, finanzielle Abstriche zu machen.

Für den ASV Ladenburg und den FV 03 Ladenburg sind die Einnahmen bei der Kerwe am 2. August-Wochenende ein wichtiger Faktor. Der Vorsitzende des FV 03, Thomas Thieme, schätzt mittlerweile die Ergebnisse aus den Kerwe-Aktivitäten besser ein als die Altstadtfest-Erträge. Aber kann die Traditionsveranstaltung, die in Ladenburg auf dem Marktplatz und im Benzpark eher im bescheidenen Rahmen gefeiert wird, in diesem Jahr überhaupt stattfinden?

Um dies zu erörtern führten dieser Tage Bürgermeister Stefan Schmutz mit den Vereinsvertretern Thomas Thieme (FV 03) und Christoph Heckele (ASV) ein Gespräch. Der Verwaltungschef ist erst einmal froh, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen für größere Veranstaltungen bis zum 31. August klar geregelt sind. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind öffentliche Veranstaltungen nur bis zu 100 Personen zulässig. An die Ausführung von Volksfesten und Straßenfesten kann daher noch nicht gedacht werden, sagte Bürgermeister Schmutz der LAZ, der von einer Einigkeit bei der Lageeinschätzung aller Beteiligten sprach. Bei der Kerwe sei es schwierig die Hygienevorschriften sowie die vorgegebenen Abstandsregelungen einzuhalten, waren sich die Gesprächspartner auch in diesem Punkt einig.

Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit und der hohen Dynamik bei den Lockerungen wurde daher gemeinsam entschieden, die Entscheidung über die Absage der Kerwe auf Ende Juni zu vertagen. „Vielleicht ist unter zumutbaren Rahmenbedingungen doch noch eine Form der Kerwe möglich“, hat Schmutz die Hoffnung auf die Veranstaltungsfreigabe noch nicht aufgegeben.

Bei einer Altstadtfestabsage: „Hilfsaktion“ für die Vereine geplant

Anders sieht die Situation für den Bürgermeister beim Altstadtfest aus, das am 2. September-Wochenende gefeiert wird. Zum Fest der Fest der Ladenburger kommen schon mal bis zu 70.000 Besucher, so dass das Altstadtfest in die Kategorie Großveranstaltung fällt. Weil das Altstadtfest nach dem 30. August stattfindet, gibt es seitens des Landes noch keine rechtssicheren Handlungshinweise. Viele Großveranstaltungen in der Region aber auch das Oktoberfest in München oder der Cannstatter Vasen in Stuttgart wurden wegen der hohen Ansteckungsgefahr bereits abgesagt.

Die Ansteckungsgefahr bei einem so hohen Gästeaufkommen sieht Bürgermeister Schmutz wohl auch für das Altstadtfest. „Nach derzeitiger Lage ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir in diesem Jahr unser Altstadtfest feiern können“, teilte Schmutz seine Einschätzung der LAZ mit. Schmutz erhofft sich allerdings schnellstens eine verbindliche Aussage seitens des Landes zum Thema Großveranstaltungen ab dem 1. September. „Erst dann können wir schnell eine verbindliche Entscheidung treffen“, so Schmutz.

Dem Bürgermeister ist bewusst, dass die Einnahmeausfälle die Vereine finanziell treffen werden. Die Verwaltung arbeitet daher bereits jetzt an einer „Hilfsaktion für die Vereine“, die greifen soll wenn das Altstadtfest 2020 tatsächlich abgesagt werden sollte. Zumindest punktuell sollen die Vereine finanziell unterstützt werden, sagte Schmutz abschließend.

Beim Altstadtfest 2020 anzustoßen ist für Bürgermeister Stefan Schmutz (Mitte) eher unwahrscheinlich.
Kerwe-Vergnügungen auf dem Marktplatz am 2. August-Wochenende sind eventuell möglich. Über eine Absage oder Zusage soll Ende Juni entschieden werden.
Autor:

Axel Sturm aus Ladenburg

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