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Leserbrief

Wann reden wir eigentlich über soziale Gerechtigkeit und über Pädagogik? Was braucht es denn, damit es wirklich passende Angebote für alle Kinder geben kann?
Mir fehlen im aktuellen Diskurs über die Ganztagsgrundschule häufig grundlegende Fragestellungen. Vieles liest und hört sich für mich so an, als ginge es fast ausschließlich um die Lebenswelten der Eltern: Welche Eltern sind wann zuhause, um ihre Kinder selbst zu betreuen? Welche familiären Netzwerke können genutzt werden? Wie lässt sich Betreuung mit Erwerbsarbeit vereinbaren?
Dabei finde ich es erstaunlich, wie häufig familiäre Betreuung mit professioneller pädagogischer Begleitung gleichgesetzt wird. Natürlich ist das bewusst zugespitzt formuliert. Trotzdem frage ich mich: Wo wird eigentlich über die Qualität gesprochen?

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Autor:

Corinna Weik aus Ladenburg

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