Die Laubeinsammel-Aktion der Stadtverwaltung hat am Montag begonnen / Gefüllte Laubsäcke werden vom Bauhof am 27.10. eingesammelt
Schnurbäume in der Trajanstraße bereiten nicht nur Freude

Der Trajanstraßen-Anwohner Otto Barth unterstützt die Laubeinsammel-Aktion der Stadtverwaltung gerne.
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  • Der Trajanstraßen-Anwohner Otto Barth unterstützt die Laubeinsammel-Aktion der Stadtverwaltung gerne.
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Die Ladenburger Stadtverwaltung kann sich in aller Regel darauf verlassen, wenn sie dazu aufruft eine bürgerschaftliche Mitmach-Aktion zu unterstützen. Ob es die Putzaktion im Ladenburger Römerstadion ist, die Teilnahme bei „Ladeberg g'hert gekehrt“ oder die Unterstützungsaktion für das Ladenburger Altstadtfest – die Ladenburger Mitbürgerinnen und Mitbürger zeigen Flagge, wenn ihr ehrenamtliches Engagement gefragt ist. Im letzten Jahr war auch die Laubeinsammel-Aktion ein voller Erfolg. Anwohner wurden aufgefordert, das im Herbst herabgefallene Laub auf den öffentlichen Plätzen und auf den Straßen einzusammeln. Die Manpower sollen die Anwohner zur Verfügung stellen. Die Entsorgung erledigt der städtische Bauhof am 27. Oktober. Die leeren Säcke, die mit Laub gefüllt werden sollen, wurden seit dem vergangenen Montag kostenlos an den Ausgabestellen im Bürgerbüro, im städtischen Bauhof und bei Radsport Ruster an die Teilnehmer der Mitmachaktion ausgegeben. Pro Person konnten fünf Säcke abgeholt werden, die nach der Befüllung von den Mitarbeitern des Bauhofes entsorgt werden.

Die Aktion unterstützt wurde auch in diesem Jahr vom Anwohner der Trajanstraße, Otto Barth. Der ehemalige Lehrer an der Astrid-Lindgren-Grundschule war schon im letzten Jahr aktiv tätig, als die Laub-Aktion ihre Premiere feierte. Barth, der schon etliche Jahre im Ruhestand ist, macht es nichts aus, aus der Garage den Laubrechen und den Besen hervorzuholen um auf öffentlichem Grund das Laub zusammenzurechen. Mit den dort stehenden Japanischen Schnurbäumen sind allerdings die meisten Anwohner nicht glücklich. Im Juli, wenn die Bäume blühen, ist es wenig ratsam das eigene Auto unter die Bäume zu stellen. Der gelbe Blütenstaub bildete eine hartnäckige Schicht auf dem Lack sowie auf dem Straßenbelag und den Gehwegen. Kommt dann noch ein Regenschauer hinzu entsteht ein schmieriger Belag, der die Trajanstraße in der Blütezeit zur rutschigsten Straße Ladenburgs macht. Der Stadtrat der Grünen und ausgewiesene Baumexperte, der Baumschulen-Ingenieur Max Keller kann den Ärger der Anwohner gut verstehen.

„Schnurbäume verursachen in der Tat viel Dreck. Die Bäume machen es den Anwohnern nicht leicht und man kann verstehen, dass manchen Leuten das nicht gefällt“, sagte Keller auf Anfrage der LAZ. Keller erläuterte, dass im Herbst nicht nur das Blattwerk Arbeit macht, was allerdings das kleinere Übel sei. Die Früchte der Schnurbäume sind extrem klebrig, sie kleben an den Schuhsohlen fest und werden daher oft in die Wohnungen getragen.
Diese Erfahrungen hat auch Otto Barth gemacht, der im Herbst regelmäßig seinen Rechen hervorholt. Er kümmert sich nicht nur um den Gehweg, sondern auch um die Säuberung des Straßenbereichs. Die Laubberge werden dann in unregelmäßigen Abständen vom Bauhof abgeholt. Die kostenlosen Laubsäcke will sich Barth in den nächsten Tagen besorgen.

Baum-Rückschnitt seit 18 Monaten angemahnt

Was den Anwohner allerdings ein wenig ärgert ist die Nichtbehandlung eines Anliegens, das ebenfalls mit dem Thema „Baumpflege“ zu tun hat. Seit über 18 Monaten wartet Barth auf den Rückschnitt eines Schnurbaumes, der bereits an seine Hauswand wächst und dessen Laub und Früchte in den Garten der Barths fallen. „Es müsste doch möglich sein, mein Anliegen zu erledigen“, findet Barth. Die Verwaltung hofft auf die Unterstützung der Bürgerschaft – umgekehrt erwartet die Bürgerschaft, dass sich die Verwaltung auch um deren Anliegen kümmert, meinte Barth beim LAZ-Besuch.
Er hat die Hoffnung übrigens noch nicht aufgegeben, dass der Rückschnitt doch noch umgesetzt wird.

Zusätzlich zur Laubsammelaktion gibt es einen Fotowettbewerb, bei dem die drei schönsten Fotos, die beim Laubsammeln entstehen, von der Stadtverwaltung ausgezeichnet werden. Unter dem Stichwort „Jedes Blatt zählt“ sind die Fotos per E-Mail an nicole.hoffmann@ladenburg.de bis Sonntag, den 29. November zu senden. Der 1. Platz wird mit Ladenburg - Gutscheinen im Wert von 50 Euro, der 2. Platz mit Ladenburg - Gutscheinen im Wert von 30 Euro und der 3. Platz mit Ladenburg Gutscheinen im Wert von 20 Euro prämiert. Teilnehmen können neben Einzelpersonen auch Institutionen wie Kindergärten, Schulen, Firmen und Vereine.

Der Trajanstraßen-Anwohner Otto Barth unterstützt die Laubeinsammel-Aktion der Stadtverwaltung gerne.
Seit 18 Monaten wartet Otto Barth auf den Rückschnitt dieses Schnurbaumes, dessen Laub  für Probleme am Dachablauf sorgen könnte
Autor:

Axel Sturm aus Ladenburg

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