Zur Kritik an der Vergabe von Impfterminen:
Uli Sckerl: Das Problem ist der noch fehlende Impfstoff – das wird sich rasch ändern

Zur Kritik von Oberbürgermeister Manuel Just und Landrat Stefan Dallinger an der Vergabe von Impfterminen nimmt der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Uli Sckerl nach Rücksprache mit Sozialminister Manne Lucha Stellung. „Die Aussage, dass es nur eine Internet-Anmeldung für Impftermine gibt, stimmt nicht. Es gibt auch die Telefon-Hotline 116117, über die viele Termine vergeben werden“, so Sckerl. Das Land hat für das entsprechende Call-Center inzwischen 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Informationen über die Vergabe von Impfterminen sollten von offiziellen Stellen wie einer Stadtverwaltung vollständig gegeben werden, da sonst nur Verwirrung erzeugt werde.

Sckerl betont, dass das Land seit Beginn der Impfungen Ende Dezember offen die Gründe benennt, warum die Impfungen gegen das Corona-Virus derzeit noch nicht richtig in Schwung kommen können. Das hätte man mit einer einfachen Anfrage klären können. „Mit der derzeit vom Bund zur Verfügung gestellten Menge an Impfstoff können täglich in Baden-Württemberg 6.500 Menschen geimpft werden. Das hat das Ministerium nochmals bestätigt“, so Sckerl. Allerdings gebe es rund eine Million Menschen in Baden-Württemberg, die im ersten Schritt geimpft werden sollen - das sind die Über-80-Jährigen, sowie das ärztliche und pflegerische Personal. Diese große Diskrepanz könne nicht in wenigen Tagen beseitigt werden. Das habe nichts mit der Bestellmenge an Impfstoff zu tun, wie oft spekuliert werde. Impfstoff sei in ausreichender Menge für Baden-Württemberg bestellt worden. Allerdings könne die Fa. Biontech derzeit nicht schneller produzieren. Die Verteilung der Impfdosen vom Bund an die Länder erfolge nach gleichen Kriterien und führe eben zu den genannten maximal 6.500 Impfungen täglich. Dieser Impfstoff werde immer sofort verimpft. In den ersten Wochen sei aber nur eine begrenzte Anzahl von Impfterminen möglich. Diese seien natürlich schnell vergeben, was neben der großen Nachfrage zusätzliche Wartezeiten am Telefon oder auf der Internet-Plattform hervorrufe. „Ich habe allergrößtes Verständnis für alle, die jetzt noch nicht zum Zuge gekommen sind und enttäuscht sind. Wir bitten da noch um etwas Geduld“, so Uli Sckerl.

Die von Just geforderte Information über einen raschen Zugang zu Impfterminen sei dann möglich, wenn die Impfstoffmenge deutlich anwachse. Das geschehe durch die Zulassung und Lieferung weiterer Impfstoffe wie der Fa. Moderna. Die Impf-Infrastruktur sei geschaffen. Tausende von Ärzten, Fachpersonal und Freiwillige stünden bereit, um eine ganze Bevölkerung zu impfen. Auch das neue Kreisimpfzentrum im 3-Glocken-Center sei gut aufgestellt. „Das klappt in den nächsten Wochen auch mit der rascheren Vergabe von Terminen“, sagt Uli Sckerl abschließend.-zg.

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Die Grünen aus Ladenburg

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