ASV Ladenburg Ringen
Jugendringer des ASV Ladenburg vor der Abschiebung
Mit Unverständnis und Entsetzen bekamen die Verantwortlichen des ASV Ladenburg die Mittteilung, dass das Brüderpaar Dhasani und Aiub Davlemurzaev in Kürze abgeschoben werden soll bzw. zur Ausreise gezwungen werden soll. Mit dabei die Eltern und der einjährige Bruder, der 2024 in Deutschland geboren wurde. Die tschetschenische Familie reiste 2022 über den Landweg nach Deutschland ein und lebte bis vor 4 Monaten im Seehotel Hemsbach, das als Unterkunft für Flüchtlinge diente. Dann kam die Verlegung nach Ladenburg. Grund der Flucht nach Deutschland war der von der russischen Förderration geführte Krieg gegen die Ukraine. Die Eltern hatten die Befürchtung, dass die damals 15- und 16-jährigen Söhne zum Wehrdienst gezwungen werden sollen, auch der Vater stand damals im Blickpunkt von den Schergen von Ramsan Kadyrow, der auch als Bluthund Putins bekannt ist.
Nun wurde der Asylantrag vom Bundesamt für Migration in Bonn abgelehnt. Aus Unkenntnis und auch mangelnder Beratung durch einen Anwalt bzw. Sozialen Stellen wurde die Einspruchsfrist von der Familie versäumt und ist nun verstrichen.
Als anerkannter Stützpunktverein für Migration und Integration hat sich nun der ASV als letzter Hoffnungsträger an die Stadt Ladenburg bzw. an den Bürgermeister und die zuständige Sozialarbeiterin gewandt und die Zukunft der Flüchtlingsfamilie bei einer Ausreise darzulegen.
In dem Schreiben wurde unter anderem die Gefahr für Leib und Leben der zwei Jugendlichen und dem Vater beschrieben. Bei der Rückführung nach Russland besteht die große Gefahr, dass diese unmittelbar nach der Ankunft an die ukrainische Front verlegt werden. Da Putins Truppen mit großen Verlusten an der Front agieren, besteht höchste Lebensgefahr. Es wäre das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass Athleten vom ASV Ladenburg als Soldaten in einen Krieg geschickt werden und man im schlimmsten Fall ihren Tod als gefallene Soldaten beklagen müsste.
Wird hier eine Verwundung bzw. im schlimmsten Fall der Tod billigend in Kauf genommen, wer trägt die moralische Verantwortung dafür, nur um auf die Abschiebequote zu kommen?
Leider steht eine Antwort seitens des Bürgermeisters bis heute aus, der ASV hofft allerdings immer noch auf Unterstützung von Herrn Schmutz. Die Sozialarbeiterin, die die Familie betreut, verwies auf die fehlenden Sprachkenntnisse, so wurden nach ihrer Aussage Sprachschulungen durch die Eltern nicht besucht. Die beiden Jugendringer haben in Hemsbach teilgenommen und sprechen bereits sehr gut Deutsch. Den Eltern wird seitens der Stadt vorgeworfen, dass es noch zu keiner Arbeitsaufnahme gekommen sei und sie sich auch wenig integrativ zeigen. Wurde hier ein Angebot gemacht? Im Gegensatz zu den Eltern sind die beiden Söhne sehr integrativ, zum einen sind sie bei Veranstaltungen des ASV (Turniere, Kerwe, Altstadtfest) aktiv. Zusätzlich kommen die Jungs regelmäßig in den Liga-Mannschaften des ASV Ladenburg zum Einsatz und sind ein wichtiger Bestandteil des Teams.
Die Sozialarbeiterin empfiehlt nun einen Antrag auf Härtefallregelung, den der ASV stellen kann und hierbei wird nun umgehend vom Verein Hilfe gesucht.
Autor:ASV Ladenburg 1901 e.V. aus Ladenburg |
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