Der Spielplatz am Wasserbett ist eine Attraktion in Ladenburg / Der Neckarstrand wird immer mehr zur Hundebade-Landschaft Von unserem Mitarbeiter Axel Sturm
Der Wasserspielplatz ist Anziehungspunkt für viele kleine Wasserratten

Der Wasserspielplatz am Wasserbett ist eine Attraktion
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Die ersten wirklich heißen Tage sind seit Dienstag auch in Ladenburg angebrochen und schon wird die Eröffnung des Freibads am 1. Juli von den Kindern und Eltern sehnlichst erwartet. Das Gesprächsthema auf dem sehr gut besuchten Wasserspielplatz im Gewann Wasserbett war bei den Eltern aber die angekündigten Einschränkungen im Kleinkindbereich des Freibads. An heißen Tagen halten sich bis zu 100 Kinder auf dem Spielplatz und im Planschbecken auf – das städtische Corona-Sicherheitskonzept sieht jetzt vor, dass sich nur fünf Kinder mit je einer Aufsichtsperson im beliebten Kleinkinderbecken abkühlen dürfen. „Das kann nicht funktionieren. Wie sollen wir unseren Jüngsten erklären, dass sie nicht planschen dürfen weil das Planschbecken gesperrt ist“, war der Tenor der Mütter.
Die meisten Eltern wollen erst gar keine Eintrittskarten für einen Freibadbesuch lösen, war das Ergebnis einer LAZ-Umfrage am Wasserspielplatz. Statt Freibad soll die Anlaufstelle „Wasserspielplatz“ heißen, denn mit diesem besonderen Spielplatz habe sich Ladenburg einen großen Gefallen getan, meinten zwei Mütter aus Schriesheim. Sie besuchen den Spielplatz regelmäßig, denn hier sei alles vorhanden, was Kinder und Eltern so schätzen. Es gibt viele schattige Bereiche. Von hier könne man die spielenden Kinder am Bach gut beobachten. Der kühlende Bach sei für die Kinder natürlich „ein Knaller“, waren sich die beiden Frauen aus Schriesheim einig. Anfangs waren die Mütter mit ihren Kindern gerne auf der Neckarwiese. Durch die Überpopulation der Nil- und Kanadagänse sei die Wiese aber nicht mehr nutzbar, denn überall liegt Gänsekot auf dem Grün was natürlich wenig appetitlich sei. Auch der Sandstrand am Neckarufer meiden die beiden auswärtigen Gäste inzwischen. „Wir finden es nicht in Ordnung, dass die meisten Hundebesitzer ihre Hunde frei am Neckarstrand herumlaufen lassen“, ärgern sich die Damen über das rücksichtslose Verhalten nicht weniger Hundebesitzer. „Nein, der Wasserspielplatz ist ein kleines Paradies, das hoffentlich so bleiben wird“, sagten die beiden Schriesheimerinnen der LAZ.
Auch für den rüstigen Opa, Götz Seidel, gehen die Ausflüge mit den Enkelkindern Lucia und Lionel fast immer zum Wasserspielplatz. Der Ladenburger ist begeistert, dass die Kinder hier unbeschwert am Wasser spielen können. „Ich liebe Fische – gefangen habe ich aber noch keinen Fisch“, erzählt der fünfjährige Fan des Kandelbachs, der sich mit einer selbstgebastelten Angel vergebens auf die Jagd machte. „Wenn ich groß bin will ich am Neckar angeln“, meinte der Kleine. Seine 18 Monate junge Schwester Lucia findet die Rutsche prima und wenn die Rutsche von einigen wilden Spielplatzbesucher noch bewässert wird, schreien die meisten Kinder vor Freude.

Viele Tonnen Sand wurden weggespült

Die "kühle Alternative" für heiße Tage, der Ladenburger Neckarstrand, wurde übrigens im Rahmen des Grünprojekt 2005 ausgebaut und zu einem beliebten Aufenthaltsort aufgewertet. Viele Tonnen Sand wurden im Laufe der Jahre aufgeschüttet um beispielsweise die Beachparty beim Drachenbootfestival zu feiern. Die Sandschicht wurde aber schon mehrfach von Hochwassern mitgerissen, so dass sich der Strand dann ziemlich verschlammt zeigt. Der Bauhof kümmert sich zwar um die Säuberung – derzeit sieht der Strandbereich optisch recht ansprechend aus – allerdings sucht man eine Sandliegefläche vergebens. „Im letzten Jahr war es hier schöner – jetzt liegt man auf der blanken Erde“, meinte Silvia Münster aus Ilvesheim, die trotzdem gerne mit ihren Kindern diesen Strandabschnitt besucht. Nicht wenige Strandbesucher stürzen sich übrigens in die Neckar-Fluten, was wegen der Strömung nicht ungefährlich ist. Die meisten Strandbesucher sind aber vernünftig und kühlen lediglich ihre Beine ab. Es dauerte beim LAZ-Besuch nicht lange und schon lief der erste Hund über den Strand. Das Schild „Für Hunde verboten“ beachtete die Besitzerin nicht, die ihr Verhalten mit den Satz rechtfertigte: „Ich zahle schließlich Hundesteuer“.
Solch unerfreuliche Begegnungen haben die Nutzer des Wasserspielplatzes nur selten. „Hier läuft es super“, meinte eine dreifache Mutter. Sogar die 11-jährige Tochter kommt gerne mit, um sich an diesem idyllischen Ort zu vergnügen. Natürlich achtet sie auf ihre kleinen Geschwister, so dass ihre Mama nicht permanent die Kleinen im Auge behalten muss. „Wenn wir den Wasserspielplatz nicht schon hätten – müssten wir ihn erfinden“, meinte die Mutter, dass der Wasserspielplatz in Ladenburg einer der schönsten Spielplätze in der Umgebung sei. „Und jetzt machen Sie auch noch Werbung für diesen schönen Platz – das kann im Sommer ja lustig werden“, rügte eine Mutter den Journalisten, denn sie vertritt die Meinung, dass der Wasserspielplatz ein Geheimtipp bleiben soll.
Sprunghaft angestiegen sind übrigens die kleinen Gartenpools, die man auch bequem auf die Terrasse stellen kann, um sie mit kühlem Frischwasser zu befüllen. Die Kinder-Pools sind derzeit im Internet der Verkaufsschlager und nicht selten steht unter dem Angebot „derzeit nicht lieferbar“. Auch Sandra Weik und Corinna Schwach haben sich für ihre sechs Buben einen Gartenpool zugelegt, der jetzt für Wasserspaß und Abwechslung sorgt.
-stu. / Fotos: Sturm

Autor:

Axel Sturm aus Ladenburg

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