Auf dem ehemaligen Reckitt-Gelände entstehen in drei Lagerhallen 54.000 qm Logistikfläche / Mit den benachbarten Firmen wurden Nachbarschaftsverträge abgeschlossen
Logistikzentrum im Westen Ladenburgs soll im Herbst 2021 fertiggestellt sein

Mit dem Spatenstich wurde der offizielle Baubeginn gefeiert – beteiligt waren von  links nach rechts: Jörg Strohmeier (Goldbeck), Stefan Bohn (Panattoni), Stefan Hütten (Neska), Bürgermeister Stefan Schmutz, Alexander Haunschild (BCE) und Alen Petrosic (Neska).
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  • Mit dem Spatenstich wurde der offizielle Baubeginn gefeiert – beteiligt waren von links nach rechts: Jörg Strohmeier (Goldbeck), Stefan Bohn (Panattoni), Stefan Hütten (Neska), Bürgermeister Stefan Schmutz, Alexander Haunschild (BCE) und Alen Petrosic (Neska).
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Einen kleinen Kritikpfeil, der auf die Genehmigungsträger für das Logistik-Zentrum auf das ehemalige Reckitt-Gelände im Westen Ladenburg zielen sollte, wollte der Chef der Entwicklungsfirma Panattoni vor dem Spatenstich dann doch abschießen. „An anderen Standorten dauert das Genehmigungsverfahren zwei bis drei Monate – in Ladenburg wurden zwölf Monate benötigt“, sagte Stefan Bohn in Blickrichtung zum Bürgermeister. Der zitierte später eine Aussage seines Amtsvorgängers Rainer Ziegler, der meinte: „In Ladenburg kommt alles – es dauert nur etwas länger“. Schmutz erläuterte den anwesenden Managern der am Bau beteiligten Firmen, dass Ladenburg ein Wirtschaftsstandort mit Tradition sei. Ladenburg habe eine hohe Aufenthalts- und Lebensqualität und ein Bauvorhaben in der Speditionsbranche in dieser Größenordnung müsse den Menschen vermittelt werden. Auch der Gemeinderat war anfangs skeptisch wegen der hohen Flächenversiegelung. So forderten die Entscheidungsträger als Ausgleichsmaßnahme eine Dachbegrünung für die drei Hallen auf dem 100.000 qm großen Gelände ein. Letztendlich einigte man sich mit dem Grundstückseigentümer, dass die Dachfläche zur Stromerzeugung mittels Photovoltaik-Modulen genutzt werden soll. Der dort produzierte Strom wird von der Spedition genutzt, aber auch ins öffentliche Netz eingespeist.

„Es stimmt, wir in Ladenburg waren anfangs zurückhaltend“, sagte Schmutz, der aber auch betonte, dass die Baubeteiligten mit einem nachhaltigen Nutzungskonzept überzeugt hätten.
Schmutz zeigte sich letztendlich dankbar, dass das ehemalige Reckitt-Gelände, auf dem im Oktober 2015 die Produktion eingestellt wurde, wieder genutzt werden kann. Wenn am Wirtschaftsstandort Ladenburg investiert werde, dann sei dies eine gute Nachricht. Schlechte Botschaften gab es jüngst genug – zuletzt die Schließung des Ladenburger ABB-Standorts, was die Stadt Ladenburg sehr schmerzen würde, meinte das Stadtoberhaupt.

Zuvor betonte Panattoni-Chef Bohn, dass vor dem Kauf des Grundstücks 10.000 Dokumente zu prüfen waren. „Wir mussten den gewachsenen Standort erst verstehen“, meinte Bohn, der mit den Nachbarfirmen Calvatis und BK-Giulini einen nachbarschaftlichen Vertrag abschloss, dem sich aber nicht alle Firmen in diesem Industriegebiet angeschlossen hätten. Der Firma Calvatis wurden übrigens 20.000 qm Grund überlassen, damit deren Produktionsanlagen erweitert werden können. „Calvatis kann also weiter wachsen und das ist sicherlich eine Standortsicherungsmaßnahme“, meinte Bohn.

Auf dem 100.000 qm großen Panattoni-Gelände werden drei Hallen mit einer Gesamtkapazität von 54.000 qm gebaut. Außerdem entstehen Büroflächen und Nutzungsflächen mit je 3.000 qm. Errichtet werden auf dem Gelände außerdem 150 PKW-Stellplätze und 24 LKW-Stellplätze.
Vermietet wurde das moderne Logistikzentrum an den Logistikdienstleister Neska, der die Immobilie als Lager- und Distributionszentrum für seine Kunden in der Region nutzen wird.

Die Neska-Sprecher Alen Petrosic und Stefan Hütten drücken jetzt die Daumen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Logistikzentrums im Herbst 2021 die Arbeit aufnehmen können. In der Endausbaustufe sollen rund 140 Arbeitnehmer/innen in Ladenburg arbeiten. Die Mietzeit für die Gebäude beläuft sich auf 30 Jahre.„Wir freuen uns auf die Eröffnung – denn die Infrastruktur am Standort Ladenburg ist top“, sagten Petrosic und Hütten, die sich auch für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung bedankten.
Schlüsselfertig gebaut werden die Hallen von der Firma Goldbeck, deren Sprecher Jörg Strohmeier zuversichtlich ist, dass der ehrgeizige Fertigstellungsplan eingehalten wird. Noch sind die Bauarbeiter mit der Befestigung der Fläche beschäftigt. Aber schon in zwei Wochen sollen die ersten der insgesamt 530 Stützen in den Untergrund gerammt werden. Die Hallen haben eine Höhe von ca. zwölf Metern und Strohmeier ist der Meinung, dass sich die Logistik-Hallen gut in die Umgebung einpassen werden.

Autor:

Axel Sturm aus Ladenburg

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